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  • Jutta

Zeit für Hochsensibilität

Unverstanden?

Ängstlich?

Unfrei?

Zu empfindlich?

Zu schüchtern?

Zu anders als die anderen?

Etwa hochsensibel???


Hochsensibilität!

Ein neues Modewort? Eine willkommene Entschuldigung für ein „besonderes“ Verhalten? Für ein Anderssein? Für die Unfähigkeit, „Normales“ aushalten zu können? Die offizielle Erlaubnis, sich nicht bemühen zu müssen, ins Raster zu passen?

Ja! Das könnte sein. Und nein! Es geht um etwas ganz anderes.

„Hochsensibel“ ist die treffende Beschreibung einer Gruppe von Menschen, die ungewollt ein wenig anders tickt, als die breite Masse. Da sich diese Menschen häufig unverstanden, einsam und überfordert fühlen, oder in der breiten Masse untergehen, ist es längst an der Zeit sich mit diesem Phänomen zu beschäftigen.

Die große Gabe einer differenzierten Wahrnehmung, verbunden mit der Fähigkeit zu ausgeprägter Empathie und Kreativität, empfinden viele Hochsensible eher als Fluch und nicht als Segen. Wäre es nicht schön, diese besonderen Fähigkeiten als positiv und selbstverständlich annehmen und in Balance zwischen Mitgefühl und Selbstannahme leben zu können?

Stattdessen dies: Eine nicht enden wollende Flut an Gedanken und Gefühlen, das tagelange gedankliche Nachhängen an Kleinigkeiten, das ungewollte Aufsaugen von Stimmungen im Zusammensein mit anderen – all das sind typische Merkmale einer hochsensiblen Ausprägung... in ihrer negativen Form.

Es ist an der Zeit, die Hochsensibilität mit all ihren Facetten, schätzen und nutzen zu lernen, um diese besondere Gabe in unserer leistungsorientierten Gesellschaft spielerisch zum Einsatz bringen zu können. Es ist an Zeit, der Hochsensibilität Raum zu geben, ihr Gehör zu schenken.

Aber... ist die Hochsensibilität nicht nur ein weiterer Trend?


Als Hochsensible/r muss man sich nicht fragen, ob dieses Phänomen wirklich existiert. Befasst man sich mit der Thematik, löst das Wiedererkennen in den beschriebenen Charakteristiken in vielen Fällen eine solche Erleichterung aus, sodass spontan das eigene Leben, in Gegenwart und Retrospektive, in einem neuen Licht erscheinen kann. Das Gefühl, endlich erkannt und verstanden zu werden, ist so unbeschreiblich wohltuend, dass eine große Last abfällt. Manchmal reicht bereits der erste Moment aus, um Sturzbäche angestauter Tränen zu befreien.

Und dann?


Das Erkennen ist ein Segen. Und es nicht alles. Es kann ein wunderbarer Anfang sein, der eine Entwicklung einleitet, um nach und nach die eigenen, angenehmen und unangenehmen, Facetten der Hochsensibilität zu vereinen und für sich zunutze zu machen.

Zu sagen „ich bin hochsensibel“ und zu erwarten, dass das Umfeld umgehend Rücksicht darauf nehmen wird, ist anmaßend und wenig hilfreich. Es geht darum, zu lernen, sich selbst Verständnis zu schenken und die Fähigkeit zu erlangen, sich selbst annehmen zu können und zu mögen. Und es geht auch darum, zu lernen, die anderen Menschen, die anders sind, nicht zu verurteilen, sondern ihnen angstfrei und loyal zu begegnen.

Hm... alles schön und gut. Nur wie mache ich das?


Es gibt viele gute Methoden die dir helfen, in Selbstkontakt zu kommen. Selbstkontakt durch Erdung, durch Verstehen, durch Körperübung, durch Kreativität. Die Schule für kreatives Denken und Handeln ist auf Hochsensibilität spezialisiert und unterstützt dich gerne.

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