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  • Jutta

Vom Kopf ins Herz

Hast du dich schon einmal gefragt, wo all die Gedanken, die dir täglich begegnen, eigentlich herkommen? Wo entstehen sie, wohin verschwinden sie? Ja, was sind Gedanken eigentlich? Wie selbstverständlich sagen wir: "Ich habe so viele Gedanken im Kopf". Doch können wir wirklich wissen, dass sie dort sind? Mir kommt dabei immer das Bild einer Waschmaschine. Die Waschtrommel ist voller Gedankenwäsche und wir bewegen sie mit verschiedenen Programmen hin und her. Mal wird geschleudert, mal gepumpt, doch der Inhalt bleibt immer gleich. Und das alles findet in unserem Kopf statt? Eine Waschtrommel in unserem Kopf, die Tür verriegelt, und es dreht sich im Kreis. Dies entspricht auch unserem Gefühl, dass wir uns im Kreis drehen und nicht weiter wissen. Sogar meinen wir manchmal, dadurch Kopfschmerzen zu bekommen.

​​Wenn wir unsere Gedanken aus unserem Kopf befreien, öffnen wir uns dem Leben und schenken unserem Herzen endlich die Beachtung, die es eigentlich sucht. Wir erfahren das Leben als eine Quelle der Inspiration und einer wechselseitigen Befruchtung.

​​Eine andere Vorstellung ist, dass Gedanken wie Wellen im Ozean sind. In diesem Fall sind wir selbst der Ozean, der selbstverständlich nie ganz ohne Wellen sein kann. Doch Wellen kommen und gehen, sind mal schwächer und mal stärker und manchmal so hoch, dass sie über uns einbrechen. Mir gefällt dieses Bild des Ozeans, dass uns dazu einlädt, Raum zu geben, für das was da ist, ohne es einzusperren und daran festzuhalten. Wie will man eine Welle festhalten?

Wenn das Leben ein Ozean ist, besteht das Geschenk des Lebens für mich darin, auf den Wellen des Ozeans zu surfen. Auf ihnen zu tanzen und sich ihnen hinzugeben, wie ein Fisch im Wasser.

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